Corporate Responsability / CoC

Die LIFESTYLE GROUP ist Mitglied des Responsible Jewellery Council (RJC). Der Responsible Jewellery Council ist eine Organisation, die ins Leben gerufen wurde, um durch die Einführung verbindlicher Standards und verantwortlicher, ethischer, sozialer und umweltfreundlicher Praktiken im Einklang mit den Menschenrechten entlang der gesamten Schmuckzulieferkette das Kundenvertrauen in die Schmuckbranche zu erhöhen. Der Responsible Jewellery Council hat für die Schmuckzulieferkette nicht nur eine gemeinsame Plattform für verbindliche Standards geschaffen, sondern auch einen glaubwürdigen Kontrollmechanismus für verantwortliche Geschäftspraktiken über Audits von Drittparteien entwickelt. Wir verpflichten uns, unsere Geschäftstätigkeiten im Einklang mit den Prinzipien des Responsible Jewellery Councils und dem Code of Practices zu führen.

Die LIFESTYLE GROUP GmbH ist durch unabhgängige Auditoren nach dem Code of Practices des Responsible Jewellery Council zertifiziert worden. Die Zertifizierungsurkunde mit der Nummer 0000 1166 ist hier einsehbar.

Teil dieser Verantwortung ist der sog. CODE OF CONDUCT, also unser Verhaltenskodex, zu dessen Einhaltung wir uns selbst und unsere Mitarbeiter verpflichten und darüber hinaus unsere Kunden und Geschäftspartner anhalten, die Verpflichtungen ebenfalls einzugehen.

Verhaltenskodex für Zulieferer & Kunden

I.  Präambel

Das Handeln der LIFESTYLE GROUP wie von deren Mitarbeitern und Geschäftspartnern orientiert sich insbesondere an den Werten der Integrität und Fairness. Der Code of Conduct beziehungsweise Verhaltenskodex ist ein Teil der Corporate Social Responsibility (CSR) der LIFESTYLE GROUP GmbH und eine Reaktion auf die Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Er enthält die wesentlichen Werte, Grundüberzeugungen sowie Visionen des Unternehmens und bildet die Basis weiterer konkreter Richtlinien und Regelungen.

Der Verhaltenskodex gibt unseren Kunden und Lieferanten Handlungsorientierung beziehungsweise soll unerwünschte Handlungen vermeiden. Die Einhaltung des Verhaltenskodex hat sich LIFESTYLE GROUP GmbH als freiwillige Selbstverpflichtung auferlegt. Unsere Partner sind angehalten, nachfolgende Grundregeln ebenfalls einzuhalten.

Die in dieser Verhaltensrichtlinie beschriebenen ethischen Leitlinien beruhen insbesondere auf den Grundsätzen des UN Global Compact (Anhang), den ILOKonventionen, auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, auf den UN-Konventionen über die Rechte des Kindes und zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung sowie auf den OECD-Richtlinien für internationale Unternehmen.

Die nachfolgenden Ziffern II bis VI bilden Mindeststandards und sollen Situationen vorbeugen, die die Integrität der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter in Frage stellen können.

 

II.  Allgemeine Grundsätze, Recht und Gesetz

Der Partner verpflichtet sich, in allen unternehmerischen Aktivitäten seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Der Partner verpflichtet sich, bei allen geschäftlichen Handlungen und Entscheidungen, die jeweils geltenden Gesetze sowie sonstigen maßgeblichen Bestimmungen der Länder, in denen es tätig ist, zu beachten. Geschäftspartner sind fair zu behandeln. Verträge werden eingehalten, wobei Veränderungen der Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

 

III.  Korruption/Kartellrecht/Zwangsarbeit/Kinderarbeit

a) Korruption

Im Umgang mit Geschäftspartnern (Kunden, Lieferanten) und staatlichen Institutionen werden die Interessen des Unternehmens und die privaten Interessen von Mitarbeitern auf beiden Seiten strikt voneinander getrennt. Handlungen und (Kauf-) entscheidungen erfolgen frei von sachfremden Erwägungen und persönlichen Interessen. Das jeweils geltende Korruptionsstrafrecht ist einzuhalten. Unter anderem ist folgendes zu beachten:

Straftaten im Zusammenhang mit Amtsträgern:

Die Gewährung persönlicher Vorteile (insbesondere geldwerter Art wie Zahlungen und Darlehen einschließlich der Gewährung kleinerer Geschenke über einen längeren Zeitraum) durch das signierende Unternehmen und dessen Mitarbeiter an Amtsträger (wie Beamte oder Mitarbeiter im öffentlichen Dienst) mit dem Ziel, Vorteile für das signierende Unternehmen oder sich selbst oder Dritte zu erlangen, sind nicht erlaubt.

Straftaten im Geschäftsverkehr:

Geldwerte persönliche Vorteile als Gegenleistung für eine Bevorzugung im geschäftlichen Verkehr dürfen weder angeboten, versprochen, gewährt noch gebilligt werden. Ebenso dürfen im Umgang mit Geschäftspartnern persönliche Vorteile von Wert weder gefordert noch angenommen werden. Das signierende Unternehmen muss seinen Mitarbeitern auferlegen, dass sich diese keine entsprechenden Vorteile versprechen lassen. Geschäftsführung und Mitarbeiter des signierenden Unternehmens dürfen im Geschäftsverkehr keine Geschenke, Zahlungen, Einladungen oder Dienstleistungen anbieten, versprechen, fordern, gewähren oder annehmen, die mit der Absicht gewährt werden, eine Geschäftsbeziehung in unzulässiger Weise zu beeinflussen oder bei denen die Gefahr besteht, die professionelle Unabhängigkeit des Geschäftspartners zu gefährden. Dies ist grundsätzlich nicht der Fall bei Geschenken und Einladungen, die sich im Rahmen geschäftsüblicher Gastfreundschaft, Sitte und Höflichkeit bewegen. Das Unternehmen kann eine verbindliche Richtlinie zur Annahme und Gewährung von Geschenken, Einladungen zu Bewirtung und Veranstaltungen erlassen. Hierin können Ausnahmen hinsichtlich angemessener geringwertiger und symbolhafter Geschenke, angemessener Geschäftsessen und angemessener Veranstaltungen des eigenen Unternehmens wie von Geschäftspartnern (Kunden, Lieferanten) geregelt werden. Die Richtlinie soll LIFESTYLE GROUP mitgeteilt werden und sie ist transparent innerhalb des signierenden Unternehmens wie gegenüber bestehenden und potenziellen Geschäftspartnern zu kommunizieren. Der Partner soll einen Ansprechpartner zur Verfügung stellen, der kontaktiert werden kann, wenn Mitarbeiter des signierenden Unternehmens sich in einem Interessenkonflikt befinden, oder diese unsicher sind, ob ein Interessenkonflikt gegeben ist oder entstehen könnte.

b) Verhalten gegenüber Wettbewerbern (Kartellrecht)

Der Partner achtet den fairen Wettbewerb. Daher hält das signierende Unternehmen die geltenden Gesetze ein, die den Wettbewerb schützen und fördern, insb. die geltenden Kartellgesetze und sonstige Gesetze zur Regelung des Wettbewerbs. Im Umgang mit Wettbewerbern verbieten diese Regelungen insbesondere Absprachen und andere Aktivitäten, die Preise oder Konditionen beeinflussen, Verkaufsgebiete oder Kunden zuteilen oder den freien und offenen Wettbewerb in unzulässiger Weise behindern. Ferner verbieten diese Regelungen Absprachen zwischen Kunden und Lieferanten, mit denen Kunden in ihrer Freiheit eingeschränkt werden sollen, ihre Preise und sonstigen Konditionen beim Wiederverkauf autonom zu bestimmen (Preis- und Konditionenbestimmung). Im Hinblick darauf, dass die Abgrenzung zwischen verbotenen Kartellen und zulässiger Zusammenarbeit problematisch sein kann, soll das signierende Unternehmen für seine Mitarbeiter einen Ansprechpartner zur Verfügung stellen, der in Zweifelsfragen kontaktiert werden kann.

c) Zwangsarbeit

 Der Partner lehnt jegliche Form von Zwangsarbeit ab.

d) Kinderarbeit

Der Partner beachtet die Regelungen der Vereinten Nationen zu Menschen- und Kinderrechten. Das signierende Unternehmen verpflichtet sich insbesondere, das Übereinkommen über das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung (Übereinkommen 138 der Internationalen Arbeitsorganisation) sowie das Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit (Übereinkommen 182 der Internationalen Arbeitsorganisation) einzuhalten. Sieht eine nationale Regelung betreffend Kinderarbeit strengere Maßstäbe vor, so sind diese vorrangig zu beachten.


IV.  Grundsätze zur sozialen Verantwortung

a) Menschenrechte

Der Partner respektiert und unterstützt die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte.

b) Diskriminierung

Der Partner verpflichtet sich, im Rahmen der jeweils geltenden Rechte und Gesetze jeder Form von Diskriminierung entgegen zu treten. Dies bezieht sich insbesondere auf eine Benachteiligung von Mitarbeitern aufgrund des Geschlechts, der Rasse, einer Behinderung, der ethnischen oder kulturellen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Neigung. 

c) Gesundheitsschutz

Der Partner gewährleistet Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz im Rahmen der nationalen Bestimmungen. Das signierende Unternehmen unterstützt eine ständige Weiterentwicklung zur Verbesserung der Arbeitswelt. 

d) Faire Arbeitsbedingungen

Der Partner achtet das Recht auf Koalitionsfreiheit ihrer Mitarbeiter im Rahmen der jeweils geltenden Rechte und Gesetze. 

e) Umweltschutz

Der Partner ist dem Ziel des Umweltschutzes für die heutige und künftige Generationen nachhaltig verpflichtet. Gesetze, die zum Schutze der Umwelt erlassen wurden, sind zu beachten. Das signierende Unternehmen unterstützt umweltbewusstes Handeln der Mitarbeiter. 

f) Geschäftsgeheimnisse

Der Partner verpflichtet seine Mitarbeiter, Betriebs- / und Geschäftsgeheimnisse zu beachten. Vertrauliche Informationen sowie vertrauliche Unterlagen dürfen nicht unbefugt an Dritte weitergegeben oder in sonstiger Weise zugänglich gemacht werden, es sei denn, dass hierzu eine Befugnis erteilt wurde oder es sich um öffentlich zugängliche Informationen handelt.

 

V.  Lieferanten

Der Partner ist aufgefordert, die Grundsätze dieser Verhaltensrichtlinie seinen unmittelbaren Lieferanten zu vermitteln, die Einhaltung bei seinen Lieferanten bestmöglich zu fördern und diese aufzufordern und die Verhaltensrichtlinie ebenfalls zu befolgen. Der Partner ist ferner aufgefordert, seinen Lieferanten zu empfehlen, ihrerseits ihre Lieferanten aufzufordern, die Verhaltensrichtlinie zu befolgen.


VI.  Einhaltung

Es bleibt dem Partner unbenommen, für sich und seine Mitarbeiter weitergehende Verhaltensrichtlinien mit höheren Anforderungen an ethisches Handeln einzuführen. Das signierende Unternehmen verpflichtet sich, seinen Beschäftigten die in dieser Verhaltensrichtlinie geregelten Inhalte und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen bekannt zu machen. Der Partner verpflichtet sich, insbesondere durch Gestaltung und ggfs. Anpassung von Richtlinien und Prozessen darauf hinzuwirken, dass das Unternehmen den Grundsätzen dieser Verhaltensrichtlinie entspricht. Der Partner hat gegenüber der LIFESTYLE GROUP einen verantwortlichen Ansprechpartner für die Verhaltensrichtlinie zu benennen, der verbindlich Auskunft über die Einhaltung der Verhaltensrichtlinie erteilen kann. Das signierende Unternehmen hat durch geeignete organisatorische Vorkehrungen darauf hinzuwirken, dass die Verhaltensrichtlinie durch das signierende Unternehmen sowie deren Geschäftsführung eingehalten wird. Dies geschieht insbesondere durch die Einführung und Aufrechterhaltung angemessener Kontrollen und Plausibilitätsprüfungen.